Einleitung

Der XPlanValidator ist ein Tool zur technischen Validierung von

  • Bebauungsplänen (B-Pläne),

  • Flächennutzungsplänen (F-Pläne),

  • Raumordnungsplänen (R-Pläne),

  • Landschaftsplänen (L-Pläne) und

  • Sonstigen Plänen (SO-Pläne)

in den XPlanGML Versionen 4.0, 4.1, 5.0, 5.1 und 5.2.

Note

Die Konformitätsregeln sind für die Versionen 5.x optimiert!

XPlanung ist der Standard für die Struktur, den Inhalt und die Form von Daten und Informationen zur Bereitstellung von räumlichen Planwerken der Raumordnung, Landes- und Regionalplanung, Bauleitplanung und Landschaftsplanung. Durch die Anwendung des Standards kann ein verlustfreier Datenaustausch zwischen unterschiedlichen IT-Systemen und Anwendungen gewährleistet werden.

Um die Einhaltung des Standards zu gewährleisten und damit einen Austausch zu ermöglichen, muss eine Validierung der Daten erfolgen.

Note

Der XPlanValidator kann prüfen, ob Daten der XPlanung technisch fehlerfrei sind. Dies ersetzt aber keine inhaltliche und fachliche Prüfung.

In 3 Schritten zum Validierungsbericht

Schritt 1 – Plan hochladen

Laden Sie Ihren Plan bzw. Planarchiv hoch, indem Sie auf „Datei auswählen“ klicken.

Note

Bitte beachten Sie, dass abhängig von Ihrem Browser, "Datei auswählen" auch "Durchsuchen" o.a. heißen kann.

Vom XPlanValidator werden folgende Dateiformate akzeptiert:

  • ZIP-Dateien (Dateiendung .zip) mit folgendem Aufbau: Im Basisverzeichnis muss das XPlanGML Instanzdokument mit dem Dateinamen xplan.gml vorhanden sein. Rasterdaten sowie alle im xplan.gml referenzierten Anhänge liegen ebenfalls im Basisverzeichnis der ZIP-Datei. Eine solche ZIP-Datei wird XPlanArchiv genannt.

  • GML-Dateien (Dateiendung .gml)

  • XML-Dateien (Dateiendung .xml)

Hochladen
Note

Bitte beachten Sie die Anforderungen an den Dateinamen. Der Dateiname darf nur folgende Zeichen enthalten:

  • Kleinbuchstaben von a-z

  • Großbuchstaben von A-Z

  • Zahlen von 0-9

  • einen Bindestrich (-)

  • einen Unterstrich (_)

Sonderzeichen wie Umlaute, Sonderzeichen oder Leerzeichen sind nicht erlaubt.

Note

Die Größe eines Plans hat unmittelbare Auswirkungen auf die Dauer der Validierung.

Schritt 2 – Bezeichnung des Validierungsberichts und Validierungstyp wählen

Wenn Sie einen Plan hochgeladen haben, steht im Feld „Bezeichnung für den Report“ der Name der Datei ohne Endung.

Validierungsoptionen

Sie können der aktuellen Validierung, falls notwendig, einen eigenen Namen geben. Dieser erscheint ausschließlich auf dem Validierungsbericht.

Note

Vermeiden Sie auch hier, Umlaute, Sonderzeichen und/oder Leerzeichen.

Validerungsoptionen

In Ihrem Validierungsbericht später wird Ihre Bezeichnung wie folgt dargestellt:

Validierungsbericht

Wählen Sie nun unter folgenden Validierungstypen:

Validierungstypen

Standardmäßig sind alle Validierungstypen selektiert.

1) Semantische Validierung (optional)

Die semantische Validierung überprüft die fachlich-inhaltliche Kohärenz der XPlanGML-Datei. Genauer gesagt wird geprüft, ob die Validierungsregeln der Konformitätsbedingungen in der jeweiligen Version eingehalten wurden.

  • 4.0 (194 Regeln)

  • 4.1 (235 Regeln)

  • 5.0 (178 Regeln)

  • 5.1 (184 Regeln)

  • 5.2 (191 Regeln)

Note

Die Konformitätsregeln sind für die Versionen 5.x optimiert!

Eine XPlanGML-Datei ist dann zu der jeweiligen XPlanGML Version konform, wenn das XMLDokument gegen das jeweilige XPlanGML Schema validiert und alle in den Konformitätsbedingungen spezifizierten Regeln erfüllt werden.

Note

Folgende Validierungsregeln werden derzeit nicht durch die semantische Validierung geprüft:

  • 4.1.5.3 Ausschluss von gemischter Geometrie (ab Version 5.0)

  • 5.1.5.3 Ausschluss von gemischter Geometrie (ab Version 5.0)

  • 6.1.5.3 Ausschluss von gemischter Geometrie (ab Version 5.0)

  • 7.1.5.2 Ausschluss von gemischter Geometrie

  • 8.1.5.1 Ausschluss von gemischter Geometrie

  • 8.1.7.1 Einschränkung auf Punktgeometrie

Der Ausschluss von gemischter Geometrie ist bereits durch das GML-Profil abgedeckt. Verstöße fallen somit bereits bei der syntaktischen Validierung auf.

Die Regel "8.1.7.1 Die Einschränkung auf Punktgeometrie" bezieht sich auf LP_Punktobjekt. Dabei handelt es sich um eine abstrakte Klasse, für die es keine abgeleiteten Klassen gibt.

2) Geometrische Validierung (optional)

Bei der geometrischen Validierung wird die Korrektheit der Geometrien überprüft. XPlanung bezieht sich auf das Simple Feature Model des OGC. Räumliche Objekte werden hier als Punkte, Linien oder Flächen mit speziellen geometrischen Eigenschaften modellhaft abgebildet. Als Fehler werden z. B. sich überschneidende Polygone identifiziert.

Folgende Prüfungen werden in Abhängigkeit vom Geometrietyp durchgeführt:

  • Punkte: Prüfung auf 2D-Koordinaten

  • Linien: Segment-Kontinuität

  • Polygon:

    • Geschlossenheit (äußere und innere Ringe)

    • Äußerer Ring: Orientierung im Gegenuhrzeigersinn (Warnung)

    • Innere Ringe: Orientierung im Uhrzeigersinn (Warnung)

    • Keine Berührung äußerer Ring / innere Ringe

    • Kein Schnitt äußerer Ring / innere Ringe

    • Innere Ringe liegen innerhalb der vom äußeren Ring umschlossenen Fläche

    • Keine Berührung innere Ringe / innere Ringe

    • Schnittmenge der von zwei inneren Ringen gebildeten Flächen ist leer

Nutzung der Optionen

  • „Geometrische Prüfung der Flächenschlussbedingung (2.2.1.1) überspringen“

    Bei der Flächenschlussprüfung werden Lücken als Fehler ausgegeben. Ist eine Lücke im Plan gewollt, können Sie die Option "Prüfung der Flächenschlussbedingung (2.2.1.1) überspringen" aktivieren.

  • „Geometrische Prüfung des Geltungsbereichs (2.2.3.1) überspringen“

    Wenn Fehler im Geltungsbereich, z.B. in Kreisbögen, nicht korrigiert werden können, selektieren Sie in Ausnahmefällen die Option „Geometrische Prüfung des Geltungsbereichs (2.2.3.1) überspringen“. Bei Überlappungen des Geltungsbereiches gilt eine Toleranz von 1 mm. Grundsätzlich sollten alle Fehler, die den Geltungsbereich betreffen, behoben werden.

3) Syntaktische Validierung (obligatorisch)

Die syntaktische Validierung ist die Voraussetzung für die semantische und geometrische Validierung und ist daher nicht abwählbar.

Bei der syntaktischen Validierung wird die Struktur der XPlanGML-Datei geprüft. Eine syntaktisch valide XPlanGML-Datei muss sowohl den Anforderungen der Wohlgeformtheit von XML entsprechen als auch die vom XPlanGML-Schema definierten Regeln erfüllen.

Die Validierung kann über den Button BT ValidierungStarten gestartet werden.

Schritt 3 – Validierungsergebnis und Validierungsbericht

Das Validierungsergebnis

1) Allgemeine Informationen

Der Kopf des Validierungsberichts gibt Ihnen einen Überblick über die formalen Informationen.

Validierungsbericht

Externe Referenzen zeigen an, ob Rasterdaten in Form von PNG und PGW Dateien vorhanden sind.

2) Semantische Validierung – valide

Eine valide semantische Prüfung wird Ihnen wie folgt angezeigt.

Validerung semantisch valide

Die Anzahl der ausgeführten Validierungsregeln variiert in Abhängigkeit der Version der GML-Datei.

3) Semantische Validierung – nicht valide

Am Beispiel der nachfolgenden Abbildung sehen Sie welche Konformitätsbedingung (bzw. Validierungsregel) nicht erfüllt ist.

Die ausgegebene GML-ID gibt Ihnen einen Hinweis, welches Element in der XPlanGML-Datei davon betroffen ist.

Validerung semantisch nicht valide

4) Geometrische Validierung – valide

Eine valide geometrische Prüfung wird wie folgt angezeigt.

Validerung geometrisch valide

Eine geometrische Validierung kann valide sein, aber dennoch Warnungen enthalten.

Validerung geometrisch Warnungen

Warnungen werden angezeigt, wenn bei Polygonen

  • der äußere Ring eine Orientierung gegen den Uhrzeigersinn oder

  • der innere Ring eine Orientierung im Uhrzeigersinn

aufweist.

5) Geometrische Validierung – nicht valide

Am Beispiel der nachfolgenden Abbildung sehen Sie, welche Validierungsregeln nicht erfüllt sind.

Validerung geometrisch nicht valide

Die ausgegebene GML-ID gibt Ihnen einen Hinweis, welches Element in der XPlanGML-Datei davon betroffen ist.

6) Syntaktische Validierung – valide

Eine valide geometrische Prüfung wird wie folgt angezeigt.

Validerungsoptionen

7) Syntaktische Validierung – nicht valide

Validerung syntaktisch valide

Wenn die syntaktische Validierung nicht valide ist, werden die semantische und die geometrische Validierung nicht durchgeführt und es ist auch keine Kartenvorschau vorhanden.

Validerung syntaktisch valide
Kartenvorschau nicht verfügbar

Der Validierungsbericht

Validierungsbericht Download

Der Validierungsbericht kann in den Formaten:

  • HTML

  • PDF

  • XML

exportiert werden.

Geometriefehler können zusätzlich auch als Shapefile und als Grafik gespeichert werden.

Alle Ergebnisdateien, selektierte Reports und Geometriefehler, werden in einer ZIP-Datei gespeichert. Der Dateiname entspricht der Bezeichnung des Validierungsdurchlaufs.

Kartenvorschau

Über den Button BT KartenvorschauOeffnen wechseln Sie zur Kartenansicht des Plans. Hier kann eine visuelle Überprüfung des Plans vorgenommen werden.

Der Plan wird zentriert in der Kartenvorschau angezeigt.

Kartenvorschau
Note

Der Plan steht in der Kartenansicht nur für eine begrenzte Zeitspanne (ca. 5 Minuten) zur Verfügung, anschließend ist nur noch die Hintergrundkarte zu sehen.

Die Kartenvorschau visualisiert ausschließlich die Geometrien aus der XPlanGML-Datei. Angehängte Rasterpläne werden beispielsweise nicht dargestellt.

Navigation:

Mit BT Zurueck können Sie die Validierungsoptionen verändern.

Mit BT WeiterenPlan kehren Sie zur Startseite zurück und können einen neuen oder geänderten Plan hochladen.